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Montag, 19. November 2007
Noch mehr zum Thema: alle guten Dinge sind 3
katjawende, 22:52h
Wie schon in einem meiner 1. Berichte erwähnt, wollte ich zu beginn meiner Reise gern das Crossing ,machen. dank des Wetters ging das aber nicht. Versuch Nummer 1 gescheitert. Da ich aber wusste, dass ich auf meinem Rückweg nocheinmal am Nationalpark vorbeikomme, dachte ich, ich versuch es einfach später nocheinmal. Leider ging es wieder nicht. Warum? Na wegen dem Wetter. Versuch Nummer 2 gescheitert. Da ich aber noch Zeit hatte, bin ich etwas länger im Nationalpark geblieben, und was soll ich sagen, den nächsten Tag durfte ich frühmorgens um 6Uhr 30 aufstehen, um mich für das Crossing fertig zu machen. 2 Pullis, ne Weste, was zu trinken und essen (Kekse, mit Schoki, muss reichen).
Für alle, die nicht wissen was das Crossing ist, hier eine kurze Erläuterung.
Das Crossing ist eine 18km Tageswandertour über diverse Berge, die bis knapp 2000Meter hoch sind. Je nach körperlicher Verfassung benötigt man für diese Tour 6-8Stunden 8ich brauchte 8).
Man beginnt Nähe Mt. Ngauruhoe oder besser bekannt unter Mt. doom aus Herr der Ringe. Ist glaube ich auch einfacher auszusprechen für uns Nicht-Kiwis. Ich bleib also bei Mt Doom. Will mir ja nicht weh tun. Bei entstandenen Zungenverknotungen oder -brüchen beim Versuch dieses Wort auszusprechen, Beschwerden bitte an die Botschaft von Neuseeland richten.
Weiter zum Crossing. Also man beginnt bei Mt Doom und läuft ersteinmal gemühtlich rum und genießt die Landschaft. Das geht etwa 30 Minuten so. Dann wird es lustig. Denn dann geht es bergauf. Nicht nur ein bisschen. Nee...richtig steil über sStock und Stein. Oder besser gesagt über Felsbrocken und Vulkangestein. Ich weiß nicht wie hoch es ging, aber zwischenzeitlich fragte ich mich, was ich hier überhaupt mache. Nur weil alle sagen es wäre toll, muss ich es doch nicht machen?! Es war richtig anstrengend. Mit 2 vollen Wasserkästen in die 4.Etage schaff ich ja noch gerade so, aber das hier war schlimmer.Ich musste zwischendurch aber auch mal schmunzeln. Ich jammer rum und muss dabei nur meinen kleinen Rucksack tragen mit etwas Trinken und einem Pulli drin und hinter mir machen einige die Tour mit einem großen bestimmt 15kg schweren Rucksack auf dem Rücken. Das hätte ich nicht geschafft. Ich wäre rückwerts den Berg runtergefallen und auf dem Rücken liegengeblieben wie ein Käfer. Die waren echt verrückt.
Nach der ersten Besteigung ging es gemühtlich über ein Plateau (war glaube ich ein Krater, muss ich nochmal nachschauen). Doch nicht lange. Man konnte schon die nächste Erhebung sehen und die war genauso steil, wie die erste. Umdrehen gabs aber nicht, da der Bus, der mich in mein Bett bringen sollte am anderen Ende auf uns wartete. also hieß es: weiter laufen. Es hat sich auch gelohnt. Oben angekommen, hatte man einen wunderschönen Ausblick über die ganze Gegend.Die umliegenden Vulkane, türkisfarbene Seen und Schnee. In knapp 2000m Höhe möchte das auch sein.
Als ich zurück schaute , konnte man einige kleine Menschen sehen, die noch den Weg vor sich hatten. Sah aus wie eine Ameisenkette, wie sie so hintereinander gelaufen sind. Das Schönste war aber, dass der Boden dort oben warm war. Es handeld sich hier schließlich um ein vulkanisches Gebiet. An manchen stellen qualmte es auch aus der Erde. Dort habe ich meine erste größere Pause gegönnt (vorher waren schon ein paar kleinere Zwischenstopps nötig; Auftanken sozusagen) und mir den strapazierten Popo gewärmt. Schööön. Nach ca 20 Minuten ging es weiter. diesmal bergab. Ist meistens so. Wo es rauf geht, geht es auch irgendwo wieder runter. Das aber war gar nicht so einfach, da das Erdreich sehr locker war und man mehr rutschte als lief. Hier wäre Schnee klasse gewesen. einfach auf den Hosenboden setzen und ab geht die Fahrt. Man musste immer schauen wo man den nächsten Schritt hinsetzt. als nächstes ging es beruhigend flach durch Schnee. Jetzt bin ich auch ganz froh, dass ich beim 1. Mal das Crossing nicht machen konnte. 8 Stunden bergauf und -ab durch Schnee. Nee. Ohne mich. Da hätte man mich irgenwann mit dem Helikopter abholen müssen, weil ich gestreikt hätte. Nach dem Schnee ging es mal wieder steil bergauf. Was eigentlich nicht ganz so schlimm ist. Vom Bergsteigen bekommt man stramme Wadeln und nen geilen Arsch. Mmmh... sollte ich vielleicht nochmal machen. Der Wadeln wegen natürlich.
So langsam hatte man einen Rhytmus oder die Beine haben sich nur noch instinktiv bewegt, aber man bemerkte gar nicht, wie die Zeit verging und wie schnell man die Strecke hinter sich hatte. Nach der 2. größeren Pause ging es nur noch bergab zum Endspurt. Das war nicht mehr ganz so aufregend, da es nicht mehr so schöne sachen zu sehen gab. Außer der Helikopter, der giftige Pellets auf uns geworfen hat, die die Opposums töten sollen. Am Ende angekommen, war ich froh endlich in den Bus steigen zu können ( ja das ging noch), ins Hostel zu fahren und eine heiße Dusche zu nehmen. Danach gab es noch einen warmen Brownie mit Eis und Schokosoße. Mmmh.. das hatte ich mir verdient.
Der nächste Tag stand unter dem Motto: "Wer gestern 18 km gelaufen ist, braucht heute nichts zu tun." Ausschlafen, Wäsche waschen und Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Mehr war nicht drin. Hab also auch etwas Trainingslager hinter mir. Nur hab ich mir nicht die Nase gebrochen. Schönen Gruß und gute Besserung an Sandy an dieser Stelle.
Ich bin froh das Crossing gemacht zu haben. Warten lohnt sich manchmal doch.
Für alle, die nicht wissen was das Crossing ist, hier eine kurze Erläuterung.
Das Crossing ist eine 18km Tageswandertour über diverse Berge, die bis knapp 2000Meter hoch sind. Je nach körperlicher Verfassung benötigt man für diese Tour 6-8Stunden 8ich brauchte 8).
Man beginnt Nähe Mt. Ngauruhoe oder besser bekannt unter Mt. doom aus Herr der Ringe. Ist glaube ich auch einfacher auszusprechen für uns Nicht-Kiwis. Ich bleib also bei Mt Doom. Will mir ja nicht weh tun. Bei entstandenen Zungenverknotungen oder -brüchen beim Versuch dieses Wort auszusprechen, Beschwerden bitte an die Botschaft von Neuseeland richten.
Weiter zum Crossing. Also man beginnt bei Mt Doom und läuft ersteinmal gemühtlich rum und genießt die Landschaft. Das geht etwa 30 Minuten so. Dann wird es lustig. Denn dann geht es bergauf. Nicht nur ein bisschen. Nee...richtig steil über sStock und Stein. Oder besser gesagt über Felsbrocken und Vulkangestein. Ich weiß nicht wie hoch es ging, aber zwischenzeitlich fragte ich mich, was ich hier überhaupt mache. Nur weil alle sagen es wäre toll, muss ich es doch nicht machen?! Es war richtig anstrengend. Mit 2 vollen Wasserkästen in die 4.Etage schaff ich ja noch gerade so, aber das hier war schlimmer.Ich musste zwischendurch aber auch mal schmunzeln. Ich jammer rum und muss dabei nur meinen kleinen Rucksack tragen mit etwas Trinken und einem Pulli drin und hinter mir machen einige die Tour mit einem großen bestimmt 15kg schweren Rucksack auf dem Rücken. Das hätte ich nicht geschafft. Ich wäre rückwerts den Berg runtergefallen und auf dem Rücken liegengeblieben wie ein Käfer. Die waren echt verrückt.

Nach der ersten Besteigung ging es gemühtlich über ein Plateau (war glaube ich ein Krater, muss ich nochmal nachschauen). Doch nicht lange. Man konnte schon die nächste Erhebung sehen und die war genauso steil, wie die erste. Umdrehen gabs aber nicht, da der Bus, der mich in mein Bett bringen sollte am anderen Ende auf uns wartete. also hieß es: weiter laufen. Es hat sich auch gelohnt. Oben angekommen, hatte man einen wunderschönen Ausblick über die ganze Gegend.Die umliegenden Vulkane, türkisfarbene Seen und Schnee. In knapp 2000m Höhe möchte das auch sein.
Als ich zurück schaute , konnte man einige kleine Menschen sehen, die noch den Weg vor sich hatten. Sah aus wie eine Ameisenkette, wie sie so hintereinander gelaufen sind. Das Schönste war aber, dass der Boden dort oben warm war. Es handeld sich hier schließlich um ein vulkanisches Gebiet. An manchen stellen qualmte es auch aus der Erde. Dort habe ich meine erste größere Pause gegönnt (vorher waren schon ein paar kleinere Zwischenstopps nötig; Auftanken sozusagen) und mir den strapazierten Popo gewärmt. Schööön. Nach ca 20 Minuten ging es weiter. diesmal bergab. Ist meistens so. Wo es rauf geht, geht es auch irgendwo wieder runter. Das aber war gar nicht so einfach, da das Erdreich sehr locker war und man mehr rutschte als lief. Hier wäre Schnee klasse gewesen. einfach auf den Hosenboden setzen und ab geht die Fahrt. Man musste immer schauen wo man den nächsten Schritt hinsetzt. als nächstes ging es beruhigend flach durch Schnee. Jetzt bin ich auch ganz froh, dass ich beim 1. Mal das Crossing nicht machen konnte. 8 Stunden bergauf und -ab durch Schnee. Nee. Ohne mich. Da hätte man mich irgenwann mit dem Helikopter abholen müssen, weil ich gestreikt hätte. Nach dem Schnee ging es mal wieder steil bergauf. Was eigentlich nicht ganz so schlimm ist. Vom Bergsteigen bekommt man stramme Wadeln und nen geilen Arsch. Mmmh... sollte ich vielleicht nochmal machen. Der Wadeln wegen natürlich.So langsam hatte man einen Rhytmus oder die Beine haben sich nur noch instinktiv bewegt, aber man bemerkte gar nicht, wie die Zeit verging und wie schnell man die Strecke hinter sich hatte. Nach der 2. größeren Pause ging es nur noch bergab zum Endspurt. Das war nicht mehr ganz so aufregend, da es nicht mehr so schöne sachen zu sehen gab. Außer der Helikopter, der giftige Pellets auf uns geworfen hat, die die Opposums töten sollen. Am Ende angekommen, war ich froh endlich in den Bus steigen zu können ( ja das ging noch), ins Hostel zu fahren und eine heiße Dusche zu nehmen. Danach gab es noch einen warmen Brownie mit Eis und Schokosoße. Mmmh.. das hatte ich mir verdient.
Der nächste Tag stand unter dem Motto: "Wer gestern 18 km gelaufen ist, braucht heute nichts zu tun." Ausschlafen, Wäsche waschen und Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Mehr war nicht drin. Hab also auch etwas Trainingslager hinter mir. Nur hab ich mir nicht die Nase gebrochen. Schönen Gruß und gute Besserung an Sandy an dieser Stelle.
Ich bin froh das Crossing gemacht zu haben. Warten lohnt sich manchmal doch.
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